
Die Natur braucht keine Meisterwerke zu schaffen, sie ist eins.
(Hermann Hesse)
Der Ruhewald Sandfort.
Lebendiger Wald und friedlicher Ort des Erinnerns zugleich.
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Die Baumarten im Ruhewald Sandfort.
Mächtige Eichen, elegante Rotbuchen sowie die Hainbuchen prägen den Ruhewald Sandfort, aber auch andere Baumarten wie Birke oder Fichte kommen in den Forstflächen rund um das Haus Sandfort vor. Jeder Baum hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen Wuchseigenschaften.
Die Stieleiche
Die Stieleiche (lat.: Quercus robor) prägt den Ruhewald Sandfort und ist die am meisten vorkommende Baumart in diesem Forst. Mit einem Stammumfang bis zu sechs Metern und einer Wuchshöhe, die bis zu 30 Meter und mehr erreichen kann, ist sie das Sinnbild für Stärke und Halt in der Natur. Als in Mitteleuropa heimischer Baum erreicht sie ein Lebensalter von oft mehr als 500 Jahren, in manchen Fällen sogar über 1.000 Jahre. Die Stieleiche wird manchmal auch als Sommereiche oder Deutsche Eiche bezeichnet, die durch ihre eiförmigen Blätter mit den typischen Einbuchtungen am Blattrand erkennbar ist.
Die Rinde des Baumes ist dunkelbraun bis dunkelgrau und trägt feine Längsrisse und Furchen. Die Eicheln als Früchte dieses Baumes sitzen an langen Stielen, das Laub färbt sich im Herbst gold-braun. Diese Baumart ist wichtiger Lebensraum für Insekten und die in den Baumhöhlen nistenden Vögel und stellt im Winter zugleich eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere im Wald dar.
Die Hainbuche
Die Hainbuche (lat.: Carpinus betulus) ist ein sommergrüner Laubbaum, der in mitteleuropäischen Wäldern beheimatet ist. Ihr Wuchs, der bis zu 25 Metern Höhe erreichen kann, Ihr Name leitet sich ab von der historischen Verwendung des Holzes in den Anfängen der Buchdruckkunst, da diese Holzart für die Herstellung von Drucklettern genutzt wurde.
Ihre Wurzeln wachsen dicht verzweigt in Herzform in den Boden. Das Laub der Hainbuche ist länglich-oval mit einem gezackten Blattrand, der aussieht, als sei er besonders fein gesägt. Ihre Rinde ist dunkelgrau und sehr glatt, oft sogar fast glänzend und trägt ein feines Netzmuster. Im Herbst öffnen sich die Früchte der Hainbuche und der Wind trägt die Samen fort, sie dienen den Vögeln des Waldes ebenso als Nahrung. Gleichzeitig wechselt das Laub seine Farbe von leuchtendem Grün hin zu Gelb- und Brauntönen.
Die Roteiche
Die Roteiche (lat.: Quercus rubra) verdankt ihren Namen ihrer prächtigen Herbstfärbung, die das Laub leuchtend orange bis rot werden lässt. Ihre Blätter sind mit einer Länge von 10 bis 25 Zentimetern und fast 10 Zentimetern Breite auffallend groß, die Ränder des Blattes sind tief eingeschnitten und gezackt. Ihre fast graue Rinde bildet erst im Laufe ihres Wachstums eine feinrissige Borke, deren Furchen aber nicht sehr tief sind. Sie wächst aufrecht und gerade und trägt eine runde, hochgewölbte Krone. Ihre Wuchshöhe erreicht bis zu 25 Meter, manchmal sogar über 30. Roteichen können bis zu 400 Jahre alt werden und erreichen dabei einen Stammdurchmesser von zwei Metern und mehr. Auch die Früchte der Roteiche ernähren in den kalten Monaten Wild- und Nagetiere sowie zahlreiche Vogelarten im Wald.
Die Rotbuche
Rotbuchen (lat.: Fagur Sylvativa) sind die typischen Bäume der meisten mitteleuropäischen Wälder. Sie wächst robust auf den Böden unserer Region und kommt selbst in Höhenlagen der bayerischen Alpen bis zu 1400 Metern über NN vor. Sie verträgt auch schattige Standorte, die Jungpflanzen gedeihen unter dem Schirm der Altbäume. Ein Kronendurchmesser von 25 Metern macht sie selbst zum wichtigen Schatten- und Witterungsschutz im Ökosystem Wald. Rotbuchen können bis zu 300 Jahre alt werden.
Die Birke
Die Birke (lat.: Betula insignis) ist einer der auffälligsten Laubbäume im Wald. Ihr weißer, schlanker Stamm oft schon von weiter Ferne erkennbar. Sie reicht bis zu 30 Meter in den Himmel und ist oft an lichten Standorten zu finden. Als schnellwachsender Baum erreicht sie mit etwa 50 Jahren bereits ihre endgültige Wuchshöhe. Im Anschluss wächst sie weiter in der Krone und im Stamm. Ihre meist locker aufgebaute Krone formt sich aus ihren zarten, hängenden Zweigen.
Ihre Laubfärbung ist im Frühjahr zartgrün, später im Jahr mittel- bis dunkelgrün. Der Herbst färbt die Blätter goldgelb, bevor sie zu Boden fallen. Die Birke wird seit jeher auch in der Pflanzenheilkunde eingesetzt und steht symbolisch für Neubeginn, Reinheit und das Leben selbst.
Die Fichte
Die Fichte (lat.: Picea rubens), auch bekannt als Rot-Fichte, ist ein immergrüner Nadelbaum, der sich durch seinen schlanken, geraden Wuchs und eine charakteristische, kegelförmige Krone auszeichnet. Diese verleiht dem Baum ein symmetrisches und strukturiertes Erscheinungsbild. Ihre Rinde ist rötlich-braun, schuppig und rau, was ihr im Kontrast zu den dunkelgrünen, spitzen Nadeln einen unverwechselbaren Charakter verleiht.
Dieser Baum kann eine beeindruckende Höhe von 30 bis 45 Metern erreichen, wobei der Stamm einen Durchmesser von bis zu 1,70 Metern entwickeln kann. Die Nadeln sind stechend spitz und tragen zur immergrünen Erscheinung des Baumes bei. Im Sommer bilden sich die dekorativen Zapfen, die je nach Reifegrad zwischen 2 und 20 Zentimetern lang werden. Nach ihrer Reifung fallen die Zapfen ab und die Samen werden durch den Wind verbreitet. Die Rot-Fichte ist in Europa weit verbreitet und kann ein Alter von 300 bis 600 Jahren erreichen. Sie ist ein Symbol für Beständigkeit und Dauerhaftigkeit.